Mittwoch, 11. Januar 2012
Schimmelpilzwachstum, Ursachen, Vorgehensweise bzgl. Analytik
Gibt es Schimmel in einer Mietwohnung, kommt es automatisch zur Schuldfrage. Meistens wird dem Mieter vorgeworfen, dass er nicht richtig lüftet. Der Mieter wiederum erklärt, „dass das Wohnverhalten korrekt sei, es handele sich um einen Baumangel“. Aus wirtschaftlicher Sicht sollte spätestens zu diesem Zeitpunkt eine Ursachenanalyse durchgeführt werden, so Blöbaum. Der Sachverständige für Schimmelpilze in Innenräume, ist der Meinung, dass das Wort eines unabhängigen Sachverständigen vor Ort Wunder bewirken kann. Es können häufig falsche Denkweisen richtig gestellt werden und ein falsches Wohnverhalten mittels Langzeitaufzeichnungen, korrigiert werden. Sollte es sich nicht um ein falsches Lüftungs- und Heizverhalten handeln, so kann der Sachverständige Lösungen ermitteln um eine Schimmel freie Wohnung zu bekommen und dauerhaft Ruhe einkehren zu lassen. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist es besser, wenn nicht erst der Richter entscheiden muss wer die Kosten trägt.
Folgende Beispiele sollen zeigen welche unterschiedlichen Gründe zum Schimmelpilzwachstum führen können.
Bedingt durch wirtschaftliche Gesichtspunkte kommt es häufig durch mangelnde Kenntnis oder Halbwahrheiten zu einem schlechten Heizverhalten oder auch zu einer falschen Bewohnung. Es werden zwangsläufig die notwendigen Grundlagen für Schimmelpilze geschaffen. Die wichtigste Grundlage für Schimmelpilze ist die Feuchtigkeit, sie wird u.U. durch falsches Nutzerverhalten hervorgerufen. Geringe Raumlufttemperaturen senken die Aufnahmefähigkeit von Feuchtigkeit in der Raumluft. Des Weiteren kühlen die Bauteiloberflächen durch geringe Raumlufttemperaturen aus und es kommt zum Kondenswasserausfall an den zu kühlen Bauteilen.
Vor den Wänden befinden sich auch gelegentlich Möbel, Gardinen oder Bilder die die Wände auskühlen lassen. Durch Einrichtungsgegenstände vor den Außenwänden kommt es zum konvektionsstau, die warme Raumluft kann nicht bis an die Bauteiloberflächen vordringen und sie erwärmen. Es kommt in diesem Fall zu einem Kondenswasserausfall, die überschüssige Feuchtigkeit in der Raumluft wird an den kühlen Bauteilen abkühlen und der Wasserdampf wird sich in freies Wasser umwandeln.
Auch falsche Wandbeschichtungen unterstützen häufig die zu hohe Wasseraktivität an den Bauteilen. Diffusionsgeschlossene Materialien (z.B. Vinyl- u. Vliestapeten, Latexfarben) verhindern die Aufnahme und den Ausgleich von Feuchtigkeitsspitzen im Wohnraum.
Typische Ursachen für Schimmelpilze im Keller treten häufig im Sommer in Erscheinung. Durch geöffnete Kellerfenster im Sommer kommt es zu hohe Feuchtigkeitseinträge im Kellerraum. Die warme Außenluft ist angereichert mit Feuchtigkeit, durch die geöffneten Kellerfenster dringt die warme Außenluft nun in den kühlen Kellerraum ein und kühlt an den kalten Bauteilen ab. Hierdurch entsteht eine zu hohe Wasseraktivität an den Bauteilen die häufig zur Schimmelpilz-Bildung führt.
In älteren Gebäuden wird häufig als erste Energiesparmaßnahme ein Austausch der Fenster vorgenommen. Der Fensteraustausch alleine ist in den meisten Fällen eine Grundlage für Schimmelpilzwachstum. Die älteren Gebäude waren nicht für Fenster mit den heutigen Dämmwerten geschaffen. Der Ort der Taubildung des überschüssigen Wassers aus der Raumluft, der früher die Fensterscheibe war, verlagert sich nun auf die kühlsten Bauteilflächen, welches meist die Wärmebrücken an Außenwände sind. Außerdem sind die neueren Fenster wesentlich dichter und mindern den natürlichen Luftwechsel. Bedingt durch die immer dichteren Wohnungen fehlt es am nötigen Mindestluftwechsel. Hier muss nötigenfalls technische Unterstützung eingesetzt werden. Durch die baulichen Veränderungen z.B. durch die neuen Fenster müssen zwangsläufig auch Mindesttemperaturen an den Außenwänden gegeben sein, um den Hygienischen Feuchteschutz zu gewährleisten. Außer bauphysikalische- und Lüftungstechnische Ursachen sind auch häufig falsch ausgeführte bauliche Veränderungen oder falsche, defekte oder nicht vorhandene Abdichtungen die Ursache. Bei älteren Häusern besteht zum großen Teil keine Horizontalsperre im Mauerwerk, dies wiederum beutet das nach baulichen Veränderungen die Feuchtigkeit aus dem Erdreich im Mauerwerkaufsteigt. Verschiedene unzählige Möglichkeiten die die Ursache für Feuchtigkeitsschäden bilden kommen u.U. in Frage. Es ist immer ratsam einen sachkundigen mit der Ursachenanalytik zu beauftragen.
Auswirkungen auf die Gesundheit
Menschen die in Schimmelpilzbelasteten Räumen leben, klagen häufig über Rhinitis (Heuschnupfen ähnliche Symptome), gerötete Augen, Rachenbeschwerden oder Atemwegsbeschwerden.
Studien ergeben Hinweise auf einen Zusammenhang von Atemwegsbeschwerden und Schimmelpilzen. Auch toxische Wirkungen von Schimmelpilzen auf den Menschen sind möglich, häufig sind gerötete Augen die Folge. Die toxischen Wirkungen sind meist in hoch belasteten Räumen mit speziellen Spezies festgestellt worden. Manche Schimmelpilze sind in der Lage, allergische Reaktionen auszulösen. In seltenen Fällen sind auch infektiöse Folgen an immungeschwächten Menschen festgestellt worden.
Lt. Umweltbundesamt geben epidemiologische Studien Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Schimmelpilzexposition und gesundheitlichen Beschwerden, doch wissenschaftlich abgesicherte Aussagen über eine Dosis-Wirkungsbeziehung können nicht getroffen werden. Folge dessen muss bei einem schimmelpilzbefallenem Innenraum nicht zwangsläufig von einer gesundheitlichen Bedrohung ausgegangen werden, jedoch besteht die Möglichkeit einer mikrobiellen Belastung.
Bewertung von Materialien mit Schimmelpilzbewuchs, nach dem Umweltbundesamt
Kategorie 1(Kleiner 20cm²): Normalzustand bzw. geringfügiger Schaden. Keine Maßnahmen durch Sachkundige erforderlich.
Kategorie 2(Kleiner 0,5m²): Geringer bis mittlerer baulicher oder nutzungsbedingter Schaden. Die Freisetzung von Pilzbestandteilen sollte unmittelbar unterbunden, werden und die Ursachen sollte mittelfristig ermittelt und saniert werden. Immungeschwächte Personen sollten nicht tätig werden und die Räume meiden.
Kategorie 3(Größer 0,5m²): Großer baulicher oder nutzungsbedingter Schaden. Die Freisetzung von Pilzbestandteilen sollte unmittelbar unterbunden werden. Die Ursache des Schadens ist kurzfristig zu ermitteln und zu beseitigen. Die Betroffenen sind auf geeignete Art und Weise über den Sachstand zu informieren, eine umweltmedizinische Betreuung sollte erfolgen. Nach abgeschlossener Sanierung sollte der Sanierungserfolg durch geeignete mikrobiologische Nachweisverfahren überprüft werden. Eine „Freimessung“ ist zum Nachweis, dass keine erhöhten Schimmelpilzkonzentrationen vorhanden sind, durchzuführen.
Kurzfristige Hilfe beim Schimmelpilzbefall
Bei einer nicht unverzüglich umzusetzenden Sanierungsmaßnahme sollte folgendes beachtet werden.
Die befallenen Stellen müssen übergangsweise, von einer fachlich ausgebildeten Person behandelt werden. Es müssen Sporenbinder aufgetragen werden um eine Verwirbelung und Sporenverbreitung zu vermeiden. Möglicherweise reicht es auch, als mittelfristige Lösung, die befallenen Flächen mit 70 Prozentigem Alkohol abzutupfen. Weitere Möglichkeiten sind die befallenen Stellen übergangsweise mit einer Folie abzudecken oder abzukleben? Diese Punkte sollte jedoch der Sachverständige vor Ort entscheiden.
Ist der Schimmelpilz entfernt und gebunden, kann die Feuchtigkeit am Bauteil und in der Raumluft mit optimiertem Heizen und Lüften minimiert und somit auch der Neuentstehung von Schimmelpilzen vorgebeugt werden.
Regeln für die Entfernung von Schimmelpilz
• Schimmelpilze nicht mit bloßen Händen berühren ->Schutzhandschuhe tragen
• Schimmelpilzsporen nicht einatmen -> Mundschutz tragen
• Schimmelpilzsporen nicht in die Augen gelangen lassen -> Staub- / Schutzbrille tragen
• Schimmelpilze dürfen nicht trocken abgebürstet werden.
• immer feucht, am besten mit 70% Alkohol abwischen.
• Falls zur Reinigung eine Staubsauger einsetzt wird, nur Spezialsauger mit HEPA-Filter einsetzen.
• Nach Beendigung der Sanierung -> duschen und Kleidung waschen
• Voraussetzung ist ein gesundes Immunsystem des Anwenders
• Der in alten Hausmitteln empfohlene Essig ist nicht sinnvoll, da der PH-Wert in kalkhaltigen Baumaterialien neutralisiert wird und dann einen organischen Nährstoff bildet. Zur Verwendung von Fungiziden oder Chlor-Chemie wird wegen der Giftstoffe im Innenraum ebenfalls nicht geraten.
Anforderungen an den Sachverständigen
Die Untersuchung von Mikroorganismen (Schimmelpilze) im Innenraum ist eine Interdisziplinäre Arbeit die nur von qualifizierten und geschulten, Sachverständigen erfolgsversprechend geleistet werden kann.
Auftraggeber sollten sich vergewissern, dass die Dienstleister oder auch Sachverständige entsprechende Qualifikationen haben und Ihre Tätigkeit nach Qualitätsstandards ausüben.
Telefon: 05731 7 555 30
E-Mail: info@bloebaum-baubiologie.de
Web: www.bloebaum-baubiologie.de
© SachverständigenBüro Blöbaum • Dehmer Straße 85a • 32549 Bad Oeynhausen •
Quellenverzeichnis: Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung u. Sanierung von Schimmelpilzwachstum in Innenräume
Folgende Beispiele sollen zeigen welche unterschiedlichen Gründe zum Schimmelpilzwachstum führen können.
Bedingt durch wirtschaftliche Gesichtspunkte kommt es häufig durch mangelnde Kenntnis oder Halbwahrheiten zu einem schlechten Heizverhalten oder auch zu einer falschen Bewohnung. Es werden zwangsläufig die notwendigen Grundlagen für Schimmelpilze geschaffen. Die wichtigste Grundlage für Schimmelpilze ist die Feuchtigkeit, sie wird u.U. durch falsches Nutzerverhalten hervorgerufen. Geringe Raumlufttemperaturen senken die Aufnahmefähigkeit von Feuchtigkeit in der Raumluft. Des Weiteren kühlen die Bauteiloberflächen durch geringe Raumlufttemperaturen aus und es kommt zum Kondenswasserausfall an den zu kühlen Bauteilen.
Vor den Wänden befinden sich auch gelegentlich Möbel, Gardinen oder Bilder die die Wände auskühlen lassen. Durch Einrichtungsgegenstände vor den Außenwänden kommt es zum konvektionsstau, die warme Raumluft kann nicht bis an die Bauteiloberflächen vordringen und sie erwärmen. Es kommt in diesem Fall zu einem Kondenswasserausfall, die überschüssige Feuchtigkeit in der Raumluft wird an den kühlen Bauteilen abkühlen und der Wasserdampf wird sich in freies Wasser umwandeln.
Auch falsche Wandbeschichtungen unterstützen häufig die zu hohe Wasseraktivität an den Bauteilen. Diffusionsgeschlossene Materialien (z.B. Vinyl- u. Vliestapeten, Latexfarben) verhindern die Aufnahme und den Ausgleich von Feuchtigkeitsspitzen im Wohnraum.
Typische Ursachen für Schimmelpilze im Keller treten häufig im Sommer in Erscheinung. Durch geöffnete Kellerfenster im Sommer kommt es zu hohe Feuchtigkeitseinträge im Kellerraum. Die warme Außenluft ist angereichert mit Feuchtigkeit, durch die geöffneten Kellerfenster dringt die warme Außenluft nun in den kühlen Kellerraum ein und kühlt an den kalten Bauteilen ab. Hierdurch entsteht eine zu hohe Wasseraktivität an den Bauteilen die häufig zur Schimmelpilz-Bildung führt.
In älteren Gebäuden wird häufig als erste Energiesparmaßnahme ein Austausch der Fenster vorgenommen. Der Fensteraustausch alleine ist in den meisten Fällen eine Grundlage für Schimmelpilzwachstum. Die älteren Gebäude waren nicht für Fenster mit den heutigen Dämmwerten geschaffen. Der Ort der Taubildung des überschüssigen Wassers aus der Raumluft, der früher die Fensterscheibe war, verlagert sich nun auf die kühlsten Bauteilflächen, welches meist die Wärmebrücken an Außenwände sind. Außerdem sind die neueren Fenster wesentlich dichter und mindern den natürlichen Luftwechsel. Bedingt durch die immer dichteren Wohnungen fehlt es am nötigen Mindestluftwechsel. Hier muss nötigenfalls technische Unterstützung eingesetzt werden. Durch die baulichen Veränderungen z.B. durch die neuen Fenster müssen zwangsläufig auch Mindesttemperaturen an den Außenwänden gegeben sein, um den Hygienischen Feuchteschutz zu gewährleisten. Außer bauphysikalische- und Lüftungstechnische Ursachen sind auch häufig falsch ausgeführte bauliche Veränderungen oder falsche, defekte oder nicht vorhandene Abdichtungen die Ursache. Bei älteren Häusern besteht zum großen Teil keine Horizontalsperre im Mauerwerk, dies wiederum beutet das nach baulichen Veränderungen die Feuchtigkeit aus dem Erdreich im Mauerwerkaufsteigt. Verschiedene unzählige Möglichkeiten die die Ursache für Feuchtigkeitsschäden bilden kommen u.U. in Frage. Es ist immer ratsam einen sachkundigen mit der Ursachenanalytik zu beauftragen.
Auswirkungen auf die Gesundheit
Menschen die in Schimmelpilzbelasteten Räumen leben, klagen häufig über Rhinitis (Heuschnupfen ähnliche Symptome), gerötete Augen, Rachenbeschwerden oder Atemwegsbeschwerden.
Studien ergeben Hinweise auf einen Zusammenhang von Atemwegsbeschwerden und Schimmelpilzen. Auch toxische Wirkungen von Schimmelpilzen auf den Menschen sind möglich, häufig sind gerötete Augen die Folge. Die toxischen Wirkungen sind meist in hoch belasteten Räumen mit speziellen Spezies festgestellt worden. Manche Schimmelpilze sind in der Lage, allergische Reaktionen auszulösen. In seltenen Fällen sind auch infektiöse Folgen an immungeschwächten Menschen festgestellt worden.
Lt. Umweltbundesamt geben epidemiologische Studien Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Schimmelpilzexposition und gesundheitlichen Beschwerden, doch wissenschaftlich abgesicherte Aussagen über eine Dosis-Wirkungsbeziehung können nicht getroffen werden. Folge dessen muss bei einem schimmelpilzbefallenem Innenraum nicht zwangsläufig von einer gesundheitlichen Bedrohung ausgegangen werden, jedoch besteht die Möglichkeit einer mikrobiellen Belastung.
Bewertung von Materialien mit Schimmelpilzbewuchs, nach dem Umweltbundesamt
Kategorie 1(Kleiner 20cm²): Normalzustand bzw. geringfügiger Schaden. Keine Maßnahmen durch Sachkundige erforderlich.
Kategorie 2(Kleiner 0,5m²): Geringer bis mittlerer baulicher oder nutzungsbedingter Schaden. Die Freisetzung von Pilzbestandteilen sollte unmittelbar unterbunden, werden und die Ursachen sollte mittelfristig ermittelt und saniert werden. Immungeschwächte Personen sollten nicht tätig werden und die Räume meiden.
Kategorie 3(Größer 0,5m²): Großer baulicher oder nutzungsbedingter Schaden. Die Freisetzung von Pilzbestandteilen sollte unmittelbar unterbunden werden. Die Ursache des Schadens ist kurzfristig zu ermitteln und zu beseitigen. Die Betroffenen sind auf geeignete Art und Weise über den Sachstand zu informieren, eine umweltmedizinische Betreuung sollte erfolgen. Nach abgeschlossener Sanierung sollte der Sanierungserfolg durch geeignete mikrobiologische Nachweisverfahren überprüft werden. Eine „Freimessung“ ist zum Nachweis, dass keine erhöhten Schimmelpilzkonzentrationen vorhanden sind, durchzuführen.
Kurzfristige Hilfe beim Schimmelpilzbefall
Bei einer nicht unverzüglich umzusetzenden Sanierungsmaßnahme sollte folgendes beachtet werden.
Die befallenen Stellen müssen übergangsweise, von einer fachlich ausgebildeten Person behandelt werden. Es müssen Sporenbinder aufgetragen werden um eine Verwirbelung und Sporenverbreitung zu vermeiden. Möglicherweise reicht es auch, als mittelfristige Lösung, die befallenen Flächen mit 70 Prozentigem Alkohol abzutupfen. Weitere Möglichkeiten sind die befallenen Stellen übergangsweise mit einer Folie abzudecken oder abzukleben? Diese Punkte sollte jedoch der Sachverständige vor Ort entscheiden.
Ist der Schimmelpilz entfernt und gebunden, kann die Feuchtigkeit am Bauteil und in der Raumluft mit optimiertem Heizen und Lüften minimiert und somit auch der Neuentstehung von Schimmelpilzen vorgebeugt werden.
Regeln für die Entfernung von Schimmelpilz
• Schimmelpilze nicht mit bloßen Händen berühren ->Schutzhandschuhe tragen
• Schimmelpilzsporen nicht einatmen -> Mundschutz tragen
• Schimmelpilzsporen nicht in die Augen gelangen lassen -> Staub- / Schutzbrille tragen
• Schimmelpilze dürfen nicht trocken abgebürstet werden.
• immer feucht, am besten mit 70% Alkohol abwischen.
• Falls zur Reinigung eine Staubsauger einsetzt wird, nur Spezialsauger mit HEPA-Filter einsetzen.
• Nach Beendigung der Sanierung -> duschen und Kleidung waschen
• Voraussetzung ist ein gesundes Immunsystem des Anwenders
• Der in alten Hausmitteln empfohlene Essig ist nicht sinnvoll, da der PH-Wert in kalkhaltigen Baumaterialien neutralisiert wird und dann einen organischen Nährstoff bildet. Zur Verwendung von Fungiziden oder Chlor-Chemie wird wegen der Giftstoffe im Innenraum ebenfalls nicht geraten.
Anforderungen an den Sachverständigen
Die Untersuchung von Mikroorganismen (Schimmelpilze) im Innenraum ist eine Interdisziplinäre Arbeit die nur von qualifizierten und geschulten, Sachverständigen erfolgsversprechend geleistet werden kann.
Auftraggeber sollten sich vergewissern, dass die Dienstleister oder auch Sachverständige entsprechende Qualifikationen haben und Ihre Tätigkeit nach Qualitätsstandards ausüben.
Telefon: 05731 7 555 30
E-Mail: info@bloebaum-baubiologie.de
Web: www.bloebaum-baubiologie.de
© SachverständigenBüro Blöbaum • Dehmer Straße 85a • 32549 Bad Oeynhausen •
Quellenverzeichnis: Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung u. Sanierung von Schimmelpilzwachstum in Innenräume
Dienstag, 25. Oktober 2011
Richtig Lüften, aber wie?
Unabhängig von der Lüftungsart, ist die Tatsache, dass die Wohnräume immer dichter werden und der natürliche Luftwechsel somit auch geringer wird.
Die Räume müssen abhängig von deren Funktion und Nutzung zur Verringerung der Feuchte im Raum mehrmals täglich kurz gelüftet werden, optimal sind 5-10 Minuten mit einem oder mehrerer Fenster im weit geöffnetem Zustand. Die Querlüftung ist besonders effektiv, hier wird in kurzem Zeitraum die mit Feuchtigkeit und Schadstoffen beladene Raumluft ab gelüftet. Durch diese Maßnahme werden unter Umständen sogar Heizkosten gespart, denn trockene Luft ist schneller und besser zu erwärmen als Feuchte Raumluft.
Als Grundregel gilt, dass Feuchtigkeit und Schadstoffe möglichst am Entstehungsort und während oder unmittelbar nach ihrer Entstehung durch Lüften entfernt werden müssen. Bei Raumnutzungen mit hohem Feuchtigkeitseintrag und guter Wärmedämmung ist es manchmal nicht möglich, die Feuchtigkeitseinträge durch manuelles Lüften zu beseitigen. Die Notwendigkeit einer technischen Hilfe ist unumgänglich.
Um Schimmelpilze zu vermeiden und Schadstoff beladene Raumluft zu entsorgen muss die Raumluft als Pufferspeicher genutzt werden.Tipps zum richtigen Lüften finden Sie hier.
Die Räume müssen abhängig von deren Funktion und Nutzung zur Verringerung der Feuchte im Raum mehrmals täglich kurz gelüftet werden, optimal sind 5-10 Minuten mit einem oder mehrerer Fenster im weit geöffnetem Zustand. Die Querlüftung ist besonders effektiv, hier wird in kurzem Zeitraum die mit Feuchtigkeit und Schadstoffen beladene Raumluft ab gelüftet. Durch diese Maßnahme werden unter Umständen sogar Heizkosten gespart, denn trockene Luft ist schneller und besser zu erwärmen als Feuchte Raumluft.
Als Grundregel gilt, dass Feuchtigkeit und Schadstoffe möglichst am Entstehungsort und während oder unmittelbar nach ihrer Entstehung durch Lüften entfernt werden müssen. Bei Raumnutzungen mit hohem Feuchtigkeitseintrag und guter Wärmedämmung ist es manchmal nicht möglich, die Feuchtigkeitseinträge durch manuelles Lüften zu beseitigen. Die Notwendigkeit einer technischen Hilfe ist unumgänglich.
Um Schimmelpilze zu vermeiden und Schadstoff beladene Raumluft zu entsorgen muss die Raumluft als Pufferspeicher genutzt werden.Tipps zum richtigen Lüften finden Sie hier.
Mittwoch, 14. September 2011
Beratungsstelle IBN jetzt in Bad Oeynhausen, Kreis Minden-Lübbecke und Kreis Herford
Wenn der Wohnraum zum Problem wird, haben IBN-Baubiologen die Antwort!
(firmenpresse) - Eine von über 100 baubiologischen Beratungsstellen befindet sich in Bad Oeynhausen. Detlef Blöbaum steht Ratsuchenden als Leiter der vom IBN (Institut für Baubiologie + Oekologie Neubeuern) zugelassenen Beratungsstelle für alle Fragen für das gesunde Bauen und Wohnen zur Verfügung. Er berät bei Planungen, Messungen sowie Sanierungen.
Die Spezialgebiete des Baubiologen und Sachverständigen für Schimmelpilze liegen nicht nur im Bereich der Mikroorganismen, sondern auch in den Bereichen Wohngifte, Elektrosmog und Gerüche. Präventive Beratungen hält Blöbaum für die sinnvollste Art der baubiologischen Arbeit. Zur Zeit des Generationenwechsels ist besonders im Fertighausbereich aus den 60er bis Ende 80er Jahren Fachverstand entscheidend. Die Häuser aus Spanplatten und einem Holzständerwerk beinhalten nicht nur Asbest sondern auch diverse andere Schadstoffe. Um zu gewährleisten, dass die baubiologischen Beratungen, Messungen, Planungen und anderen Dienstleistungen auf fachlich hohem Niveau und entsprechend den aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft durchgeführt werden, müssen die Beratungsstelleninhaber vertraglich geregelte Anforderungen erfüllen. Grundvoraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss des staatlich anerkannten Fernlehrgangs „Baubiologie IBN“. Baubiologen IBN sind weltweit anerkannte Fachberater. Die Beratungsstelle, Telefon 05731-755530, in Bad Oeynhausen steht für Ihre Fragen gerne zur Verfügung. Die Beratung am Telefon ist in der Regel kostenfrei und wird nur in absoluten Ausnahmefällen berechnet. Als Sachverständiger und „Arzt für Ihr Haus“ hilft Blöbaum bei der Ursachenklärung und bespricht mit Ihnen gemeinsam die Optimierungsmöglichkeiten. „Das ist meist einfacher, als Sie vielleicht vermuten“, meint der baubiologische Fachmann. „Im Mittelpunkt stehen dabei immer Sie, Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden“ betont Blöbaum: „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Sie auf Dauer gesund wohnen und schlafen“.
(firmenpresse) - Eine von über 100 baubiologischen Beratungsstellen befindet sich in Bad Oeynhausen. Detlef Blöbaum steht Ratsuchenden als Leiter der vom IBN (Institut für Baubiologie + Oekologie Neubeuern) zugelassenen Beratungsstelle für alle Fragen für das gesunde Bauen und Wohnen zur Verfügung. Er berät bei Planungen, Messungen sowie Sanierungen.
Die Spezialgebiete des Baubiologen und Sachverständigen für Schimmelpilze liegen nicht nur im Bereich der Mikroorganismen, sondern auch in den Bereichen Wohngifte, Elektrosmog und Gerüche. Präventive Beratungen hält Blöbaum für die sinnvollste Art der baubiologischen Arbeit. Zur Zeit des Generationenwechsels ist besonders im Fertighausbereich aus den 60er bis Ende 80er Jahren Fachverstand entscheidend. Die Häuser aus Spanplatten und einem Holzständerwerk beinhalten nicht nur Asbest sondern auch diverse andere Schadstoffe. Um zu gewährleisten, dass die baubiologischen Beratungen, Messungen, Planungen und anderen Dienstleistungen auf fachlich hohem Niveau und entsprechend den aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft durchgeführt werden, müssen die Beratungsstelleninhaber vertraglich geregelte Anforderungen erfüllen. Grundvoraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss des staatlich anerkannten Fernlehrgangs „Baubiologie IBN“. Baubiologen IBN sind weltweit anerkannte Fachberater. Die Beratungsstelle, Telefon 05731-755530, in Bad Oeynhausen steht für Ihre Fragen gerne zur Verfügung. Die Beratung am Telefon ist in der Regel kostenfrei und wird nur in absoluten Ausnahmefällen berechnet. Als Sachverständiger und „Arzt für Ihr Haus“ hilft Blöbaum bei der Ursachenklärung und bespricht mit Ihnen gemeinsam die Optimierungsmöglichkeiten. „Das ist meist einfacher, als Sie vielleicht vermuten“, meint der baubiologische Fachmann. „Im Mittelpunkt stehen dabei immer Sie, Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden“ betont Blöbaum: „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Sie auf Dauer gesund wohnen und schlafen“.
Samstag, 6. August 2011
Krank durch Wohngifte…
Neben einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung spielt ein gesundes Lebens-, Wohn- und Arbeitsumfeld eine maßgebliche Rolle für unsere Gesundheit. Dank der Baubiologie wissen wir inzwischen allerdings, dass auch Häuser, Wohnungen und Arbeitsstätten durch vielerlei Einflüsse regelrecht krank werden können und somit ihre Schutzfunktion für die Bewohner verlieren.
Mehr als 90 % unserer Lebenszeit halten wir uns in geschlossenen Räumen auf und ca. 85 % der Menschen verlassen ihre vermeintlich schützenden Wände für weniger als eine Stunde am Tag. Die Belastungen im alltäglichen Umfeld der Menschen werden immer höher.
30 % der Bevölkerung gilt bereits als umweltkrank. Deshalb ist gerade die Qualität - die Reinheit - der Raumluft von großer gesundheitlicher Bedeutung.
„Eine erhöhte Feinstaubbelastung findet sich nicht nur in einer Raucherwohnung“, sagt die Baubiologin Kornelia Großmann aus Uelzen. Und weiter: “Nach wissenschaftlichen Untersuchungen ist die durchschnittliche Belastung der Innenraumluft in unseren Wohnungen und Büros oft bis zu 50mal höher als an viel befahrenen Straßenkreuzungen oder einer Hauptverkehrsstraße in der Innenstadt.“
Laut Großmann liegt das an Emissionen aus Baustoffen, Farben, Tapeten, Teppichen, Spanplatten, Bodenbelägen, Einrichtungsgegenständen, Reinigungsmitteln, Laserdruckern, Kosmetika, Autoabgasen u.v.m. Immer effektivere Dämmmaßnahmen zur Vermeidung von Wärmeverlusten haben einen geringeren Luftaustausch zur Folge, so dass sich diese Schadstoffe zunehmend in der Raumluft anreichern. Zu den chemischen Substanzen kommt dann noch eine stetig steigende Belastung durch Schimmelpilze, Bakterien, Viren, Pollen oder Milben hinzu.
Das sogenannte Sick-building-Syndrom fasst eine Reihe von Krankheiten zusammen, die mit dem Aufenthalt in solchen Gebäuden in Zusammenhang stehen könnten.
Folgende Krankheitssymptome auf Grund mit Schadstoffen belasteter Raumluft wurden beschrieben:
Schlafstörungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schmerzen in Gelenken und Knochen, Kopfschmerzen, erhöhte Infektanfälligkeit, mangelndes Konzentrationsvermögen, Gedächtnisprobleme, Reizbarkeit, Schleimhautreizungen, Schwindel, Juckreiz, Augenbrennen, Zungenbrennen, Nervosität...
In unserer modernen Industriegesellschaft steigt die Anzahl chemischer Stoffe stetig an. Wir finden in allen Lebensbereichen eine Vielzahl immer neuer chemischer Substanzen. Bei vielen dieser Substanzen ist der gesundheitsgefährdende Einfluss inzwischen bekannt oder wird zumindest vermutet Unser Immunsystem wird durch die ständige Zunahme der Stoffe immer mehr gefordert und auch überfordert. Die Zunahme allergischer Reaktionen zeigt, dass schon aus Vorsorgegründen unser Körper vor zu vielen und zu hohen Dosierungen chemischer Substanzen geschützt werden sollte.
Noch einmal Kornelia Großmann: „An eine Schadstoffbelastung ist zu denken, wenn für bestimmte Krankheitssymptome keine anderen Ursachen gefunden werden. Dann sollten Sie nicht zögern und sich fachkundige Hilfe durch einen erfahrenen Baubiologen holen.“
Wohngifte und Schadstoffbelastungen werden durch Raumluftuntersuchungen sowie Materialproben umweltanalytisch festgestellt. Wichtig sind in so einem Fall auch geeignete Sanierungsmaßnahmen.
Dabei helfen Ihnen qualifizierte Baubiologen vom Verein BIOLYSA e. V.
Infos gibt Biolysa über Telefon oder auf der Homepage:
0700 – BIOLYSAEV - In Ziffern: 0700 - 246 597 238
Verbindungskosten aus dem Festnetz: 14 Cent / Min.
www.biolysa.de
Mehr als 90 % unserer Lebenszeit halten wir uns in geschlossenen Räumen auf und ca. 85 % der Menschen verlassen ihre vermeintlich schützenden Wände für weniger als eine Stunde am Tag. Die Belastungen im alltäglichen Umfeld der Menschen werden immer höher.
30 % der Bevölkerung gilt bereits als umweltkrank. Deshalb ist gerade die Qualität - die Reinheit - der Raumluft von großer gesundheitlicher Bedeutung.
„Eine erhöhte Feinstaubbelastung findet sich nicht nur in einer Raucherwohnung“, sagt die Baubiologin Kornelia Großmann aus Uelzen. Und weiter: “Nach wissenschaftlichen Untersuchungen ist die durchschnittliche Belastung der Innenraumluft in unseren Wohnungen und Büros oft bis zu 50mal höher als an viel befahrenen Straßenkreuzungen oder einer Hauptverkehrsstraße in der Innenstadt.“
Laut Großmann liegt das an Emissionen aus Baustoffen, Farben, Tapeten, Teppichen, Spanplatten, Bodenbelägen, Einrichtungsgegenständen, Reinigungsmitteln, Laserdruckern, Kosmetika, Autoabgasen u.v.m. Immer effektivere Dämmmaßnahmen zur Vermeidung von Wärmeverlusten haben einen geringeren Luftaustausch zur Folge, so dass sich diese Schadstoffe zunehmend in der Raumluft anreichern. Zu den chemischen Substanzen kommt dann noch eine stetig steigende Belastung durch Schimmelpilze, Bakterien, Viren, Pollen oder Milben hinzu.
Das sogenannte Sick-building-Syndrom fasst eine Reihe von Krankheiten zusammen, die mit dem Aufenthalt in solchen Gebäuden in Zusammenhang stehen könnten.
Folgende Krankheitssymptome auf Grund mit Schadstoffen belasteter Raumluft wurden beschrieben:
Schlafstörungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schmerzen in Gelenken und Knochen, Kopfschmerzen, erhöhte Infektanfälligkeit, mangelndes Konzentrationsvermögen, Gedächtnisprobleme, Reizbarkeit, Schleimhautreizungen, Schwindel, Juckreiz, Augenbrennen, Zungenbrennen, Nervosität...
In unserer modernen Industriegesellschaft steigt die Anzahl chemischer Stoffe stetig an. Wir finden in allen Lebensbereichen eine Vielzahl immer neuer chemischer Substanzen. Bei vielen dieser Substanzen ist der gesundheitsgefährdende Einfluss inzwischen bekannt oder wird zumindest vermutet Unser Immunsystem wird durch die ständige Zunahme der Stoffe immer mehr gefordert und auch überfordert. Die Zunahme allergischer Reaktionen zeigt, dass schon aus Vorsorgegründen unser Körper vor zu vielen und zu hohen Dosierungen chemischer Substanzen geschützt werden sollte.
Noch einmal Kornelia Großmann: „An eine Schadstoffbelastung ist zu denken, wenn für bestimmte Krankheitssymptome keine anderen Ursachen gefunden werden. Dann sollten Sie nicht zögern und sich fachkundige Hilfe durch einen erfahrenen Baubiologen holen.“
Wohngifte und Schadstoffbelastungen werden durch Raumluftuntersuchungen sowie Materialproben umweltanalytisch festgestellt. Wichtig sind in so einem Fall auch geeignete Sanierungsmaßnahmen.
Dabei helfen Ihnen qualifizierte Baubiologen vom Verein BIOLYSA e. V.
Infos gibt Biolysa über Telefon oder auf der Homepage:
0700 – BIOLYSAEV - In Ziffern: 0700 - 246 597 238
Verbindungskosten aus dem Festnetz: 14 Cent / Min.
www.biolysa.de
Donnerstag, 7. Juli 2011
Vermeidung von Wohngiften
Wer sich in seiner Wohnung nicht wohl fühlt oder nach der Renovierung bzw. Neuanschaffung von Einrichtungsgegenständen auffällige Gerüche feststellt, der sollte der Sache auf den Grund gehen und eine Schadstoffanalyse durchführen lassen.
Nach dem Auftragen von Farben oder Lacken können Gerüche durch Lüften zwar beseitigt oder vermindert werden, doch reicht diese Maßnahme aus?
Häufig wird die Geruchsbelastung zwar beseitigt, dennoch besteht die Möglichkeit von zurückbleibenden Schadstoffen in der Raumluft.
Leicht- flüchtige Stoffe dünsten aus Teppichen, Tapeten, Farben, Lacken oder Möbeln aus. Eine Vielzahl von flüchtigen Bestandteilen, auch Stoffe die nicht riechen, können krank machen.
Baubiologen und Sachverständige raten in diesen Fällen zu Raumluftuntersuchungen.
Aber Vorsicht: Bestehen Sie darauf, dass die Messung nach einem anerkannten Prüfverfahren durchgeführt wird. Anbieter sollten über Zertifikate verfügen. Die Vorgehensweise sollte nach den Richtlinien des VDB (Berufsverband-Deutscher Baubiologen) erfolgen.
Tipps für die richtige Materialwahl finden Sie hier.
Wer Lacke verwendet, sollte daran denken, fast alle Lacke enthalten Stoffe die gesundheitsbelastend sein können. Besonders große Schadstoffmengen finden Sie in Nitrolacke. Acrylanstriche auf Wasserbasis sind weniger schädlich. Wer natürliche Beschichtungen einsetzt, sollte darauf achten, dass kein Terpentinöle enthalten sind.
Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zu Verfügung.
Nach dem Auftragen von Farben oder Lacken können Gerüche durch Lüften zwar beseitigt oder vermindert werden, doch reicht diese Maßnahme aus?
Häufig wird die Geruchsbelastung zwar beseitigt, dennoch besteht die Möglichkeit von zurückbleibenden Schadstoffen in der Raumluft.
Leicht- flüchtige Stoffe dünsten aus Teppichen, Tapeten, Farben, Lacken oder Möbeln aus. Eine Vielzahl von flüchtigen Bestandteilen, auch Stoffe die nicht riechen, können krank machen.
Baubiologen und Sachverständige raten in diesen Fällen zu Raumluftuntersuchungen.
Aber Vorsicht: Bestehen Sie darauf, dass die Messung nach einem anerkannten Prüfverfahren durchgeführt wird. Anbieter sollten über Zertifikate verfügen. Die Vorgehensweise sollte nach den Richtlinien des VDB (Berufsverband-Deutscher Baubiologen) erfolgen.
Tipps für die richtige Materialwahl finden Sie hier.
Wer Lacke verwendet, sollte daran denken, fast alle Lacke enthalten Stoffe die gesundheitsbelastend sein können. Besonders große Schadstoffmengen finden Sie in Nitrolacke. Acrylanstriche auf Wasserbasis sind weniger schädlich. Wer natürliche Beschichtungen einsetzt, sollte darauf achten, dass kein Terpentinöle enthalten sind.
Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zu Verfügung.
Freitag, 1. Juli 2011
Die Schimmelpilzsanierung
Die Art der Maßnahme hängt von der Größe und Art des Befalls ab. Unter Umständen ist es notwendig den Bereich in dem die Sanierung durchgeführt wird, vom restlichen Innenraum zu trennen, um keine Verschleppung hervorzurufen.
Desinfektionen sollten lediglich bei einem toxischen Schimmelpilzbefall eingesetzt werden, diese Maßnahmen bedürfen immer fachlich - kompetentes Personal. Es kommt, so wir von Landesgesundheitsamt Baden Württemberg und dem Umweltbundesamt vermutet, dass es bei der Desinfizierung zur Stimulation der Schimmelpilze kommt und die Sporenbelastung hierdurch zunimmt. Fest steht auch, eine Desinfektion reicht definitiv nicht aus, um die Schimmelpilzbelastung restlos zu entfernen. Ein abgetöteter Schimmelpilz und auch deren Bestandteile können weiterhin eine gesundheitliche Belastung darstellen.
Es gibt die unterschiedlichsten Techniken um einen Schimmelpilzbefall zu entfernen. Zu empfehlen sind Maßnahmen mit geringer Staubverbreitung. Hier wird die Bauteiloberfläche zum Beispiel abgefräst und das befallene Material gleichzeitig abgesaugt. Im Anschluss muss mit Hilfe einer Feinreinigung und einem speziellem Staubsauger der Arbeitsraum bzw. die Wohnung gereinigt werden.
Nach dem Abschluss der Sanierungsmaßnahme ist immer eine Kontrollmessung durch einen unabhängigen Sachverständigen empfehlenswert. So ist sichergestellt, dass die Sanierungsarbeiten erfolgreich durchgeführt wurden. Bei Bedarf muss ggf. das sanierende Unternehmen Nacharbeiten leisten.
Fragen Sie bei den Sanierungsunternehmen nach Zertifikaten zur Schimmelpilzsanierung. Es ist wichtig, dass sich die Unternehmen und ihre Mitarbeiter regelmäßig im Bereich der Schimmelpilzentfernung weiterbilden.
Für Fragen steht das Sachverständigen-Büro zur Verfügung.
Desinfektionen sollten lediglich bei einem toxischen Schimmelpilzbefall eingesetzt werden, diese Maßnahmen bedürfen immer fachlich - kompetentes Personal. Es kommt, so wir von Landesgesundheitsamt Baden Württemberg und dem Umweltbundesamt vermutet, dass es bei der Desinfizierung zur Stimulation der Schimmelpilze kommt und die Sporenbelastung hierdurch zunimmt. Fest steht auch, eine Desinfektion reicht definitiv nicht aus, um die Schimmelpilzbelastung restlos zu entfernen. Ein abgetöteter Schimmelpilz und auch deren Bestandteile können weiterhin eine gesundheitliche Belastung darstellen.
Es gibt die unterschiedlichsten Techniken um einen Schimmelpilzbefall zu entfernen. Zu empfehlen sind Maßnahmen mit geringer Staubverbreitung. Hier wird die Bauteiloberfläche zum Beispiel abgefräst und das befallene Material gleichzeitig abgesaugt. Im Anschluss muss mit Hilfe einer Feinreinigung und einem speziellem Staubsauger der Arbeitsraum bzw. die Wohnung gereinigt werden.
Nach dem Abschluss der Sanierungsmaßnahme ist immer eine Kontrollmessung durch einen unabhängigen Sachverständigen empfehlenswert. So ist sichergestellt, dass die Sanierungsarbeiten erfolgreich durchgeführt wurden. Bei Bedarf muss ggf. das sanierende Unternehmen Nacharbeiten leisten.
Fragen Sie bei den Sanierungsunternehmen nach Zertifikaten zur Schimmelpilzsanierung. Es ist wichtig, dass sich die Unternehmen und ihre Mitarbeiter regelmäßig im Bereich der Schimmelpilzentfernung weiterbilden.
Für Fragen steht das Sachverständigen-Büro zur Verfügung.
Dienstag, 17. Mai 2011
Kauf eines Fertighauses
Risiken durch Schadstoffe beim Kauf eines Fertighauses?
In Gebäuden aus den 60er, 70er und 80er Jahren sind sehr viele unterschiedliche Schadstoffe verbaut worden. Das betrifft besonders Fertighäuser, wo die herkömmlichen massiven Baustoffe gegen Holz und künstlich hergestellten Plattenwerkstoffe ersetzt worden sind. Eine Fassade aus Asbestzementplatten ersetzte den Klinkerstein oder den Kalkzementputz. Diese Optik kennen viele Hausbesitzer. Diese Asbestzementplatten an der Außenfassade sind in Deutschland allerdings seit 1993 verboten. Warum? Sie stellen bei zerspanenden Bearbeitungsweisen, wenn Fasern freigesetzt werden, ein Gesundheitsrisiko dar.
Bei älteren Fertighäusern stellen andere Schadstoffe wie PCP, Formaldehyd oder Lindan nach wie vor eine Belastung dar.
Formaldehyd wird aus dem Leim in Spanplatten oder auch in anderen künstlich verklebten Plattenwerkstoffen freigesetzt. PCP (Pentachlorphenol) wurde als Holzschutzmittel oder Desinfektionsmittel eingesetzt. Lindan ebenso.
Die Liste der weiteren Schadstoffe in Fertighäuser ist lang. Zu nennen wären die PAK´s (Polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Anstriche, Abdichtungen sowie Kleber für Parkett oder andere Materialien können PAK´s enthalten. In den dunklen Klebern von Fußbodenbelägen schlummert eventuell noch eine schwach gebundene Asbestfaser. Asbest findet sich unter Umständen nicht nur im Fußbodenkleber, sondern, so die Fachleute nach ihren Analysen, auch in CV-Belägen (Cushion-Vinyl), oder in Vinyl-Asbestfliesen (Flexplatten) wieder. Die Flexplatten haben meist eine quadratische Form mit einer Kantenlänge von ca. 25cm. An diesen wenigen Beispielen lässt sich erkennen, mit welchen Wohngiften unter Umständen zu rechnen ist.
Mit neuen Fenstern tritt häufig ein weiteres Problem auf. Die Gebäude aus den 60er bis 80er Jahren sind nicht für Fenster mit den heutigen Dämmwerten geschaffen, die später nachgerüstet wurden. Detlef Blöbaum aus Bad Oeynhausen, Sachverständiger im Verein Biolysa, erklärt: „Der Ort der Taubildung, der früher die Fensterscheibe war, verlagert sich nun an die Wände der Wohnung. Ist ein Fenster feucht, kann es abgewischt werden. An der Wand hingegen wird die Feuchtigkeit spät bemerkt, es besteht die Gefahr von Schimmelpilzwachstum.
Außerdem sind die neueren Fenster wesentlich dichter und mindern den natürlichen Luftwechsel. Durch den mangelnden Luftwechsel können vorhanden Schadstoffe das Gebäude nicht verlassen.
Um eine Aussage bezüglich der baulichen Inhaltsstoffe abzugeben und Beurteilungen zu treffen, sollte eine Schadstoffanalyse durchgeführt werden. Blöbaum: „Wer kauft sprichwörtlich schon gerne die Katze im Sack.“
Der Sachverständige und Inhaber der Baubiologischen Beratungsstelle Biolysa e.V., empfiehlt, um Sanierungskosten und Gesundheitsrisiken zu minimieren, vor dem Kauf eines Fertighauses oder bei einer möglichen Schadstoffbelastung eine Analyse auf Wohngifte durchführen zu lassen.
In Gebäuden aus den 60er, 70er und 80er Jahren sind sehr viele unterschiedliche Schadstoffe verbaut worden. Das betrifft besonders Fertighäuser, wo die herkömmlichen massiven Baustoffe gegen Holz und künstlich hergestellten Plattenwerkstoffe ersetzt worden sind. Eine Fassade aus Asbestzementplatten ersetzte den Klinkerstein oder den Kalkzementputz. Diese Optik kennen viele Hausbesitzer. Diese Asbestzementplatten an der Außenfassade sind in Deutschland allerdings seit 1993 verboten. Warum? Sie stellen bei zerspanenden Bearbeitungsweisen, wenn Fasern freigesetzt werden, ein Gesundheitsrisiko dar.
Bei älteren Fertighäusern stellen andere Schadstoffe wie PCP, Formaldehyd oder Lindan nach wie vor eine Belastung dar.
Formaldehyd wird aus dem Leim in Spanplatten oder auch in anderen künstlich verklebten Plattenwerkstoffen freigesetzt. PCP (Pentachlorphenol) wurde als Holzschutzmittel oder Desinfektionsmittel eingesetzt. Lindan ebenso.
Die Liste der weiteren Schadstoffe in Fertighäuser ist lang. Zu nennen wären die PAK´s (Polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Anstriche, Abdichtungen sowie Kleber für Parkett oder andere Materialien können PAK´s enthalten. In den dunklen Klebern von Fußbodenbelägen schlummert eventuell noch eine schwach gebundene Asbestfaser. Asbest findet sich unter Umständen nicht nur im Fußbodenkleber, sondern, so die Fachleute nach ihren Analysen, auch in CV-Belägen (Cushion-Vinyl), oder in Vinyl-Asbestfliesen (Flexplatten) wieder. Die Flexplatten haben meist eine quadratische Form mit einer Kantenlänge von ca. 25cm. An diesen wenigen Beispielen lässt sich erkennen, mit welchen Wohngiften unter Umständen zu rechnen ist.
Mit neuen Fenstern tritt häufig ein weiteres Problem auf. Die Gebäude aus den 60er bis 80er Jahren sind nicht für Fenster mit den heutigen Dämmwerten geschaffen, die später nachgerüstet wurden. Detlef Blöbaum aus Bad Oeynhausen, Sachverständiger im Verein Biolysa, erklärt: „Der Ort der Taubildung, der früher die Fensterscheibe war, verlagert sich nun an die Wände der Wohnung. Ist ein Fenster feucht, kann es abgewischt werden. An der Wand hingegen wird die Feuchtigkeit spät bemerkt, es besteht die Gefahr von Schimmelpilzwachstum.
Außerdem sind die neueren Fenster wesentlich dichter und mindern den natürlichen Luftwechsel. Durch den mangelnden Luftwechsel können vorhanden Schadstoffe das Gebäude nicht verlassen.
Um eine Aussage bezüglich der baulichen Inhaltsstoffe abzugeben und Beurteilungen zu treffen, sollte eine Schadstoffanalyse durchgeführt werden. Blöbaum: „Wer kauft sprichwörtlich schon gerne die Katze im Sack.“
Der Sachverständige und Inhaber der Baubiologischen Beratungsstelle Biolysa e.V., empfiehlt, um Sanierungskosten und Gesundheitsrisiken zu minimieren, vor dem Kauf eines Fertighauses oder bei einer möglichen Schadstoffbelastung eine Analyse auf Wohngifte durchführen zu lassen.
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