Samstag, 6. Februar 2010

Handy ja, Strahlung nein

0,6 V/m: Testphase in 16 französischen Städten
04.12.2009

Frankreich, BioInitiative und Mobilfunk Antennen : 16 Städte wurden ausgewählt um in einer Testphase die Strahlungsbelastung experimentell auf 0,6 V/m zu begrenzen
Next-up Organisation 03 12 2009 / Übersetzung Next-up
Information als PDF
Next-up: 0,6 V/m - Testphase in 16 fr. Städten


Während eines runden Tisches der französischen Regierung, der im Mai 2009 endete, wurde ein Komitee (COMOP) gebildet, das ein Experiment der Staatssekretärin für Umweltschutz, Chantal Jouanno (Bild), die elektromagnetische Strahlungsbelastung von Mobilfunk Masten zu reduzieren, begleiten soll. Der Test erfolgt in Zusammenarbeit mit Nathalie Kosciusko-Morizet, Staatssekretärin für digitale Wirtschaft.


Kompatibilität von Mobilfunkanlagen mit menschlicher Gesundheit:

In der Debatte über Mobilfunkanlagen und generell über Elektrosmog (Strahlung künstlicher elektromagnetischer Felder (EMF)), beginnt sich ein weltweiter Konsens abzuzeichnen, insbesondere der Arbeit von unabhängigen Wissenschaftlern, die zur Veröffentlichung des BioIntiative Reports beigetragen haben, zu verdanken. Dieser empfiehlt als erste Maßnahme, die Absenkung der künstlichen Mikrowellen (Hochfrequenz) Strahlungsbelastung auf 0,6 V/m, bzw. 0,1 µW/cm2.

Organisationen und Kampagnen Gruppen aus der ganzen Welt verlangen, das dieser Grenzwert angewendet wird, da er dem größten Teil der Bevölkerung, Die sich verhältnismäßig guter Gesundheit erfreut, keinerlei Beschwerden bereiten würde. Nichts desto trotz, das Ziel bleibt es diese neue Form der Umweltverschmutzung zu beseitigen, durch einen Grenzwert von 0,1 V/m (bzw. 0,0003 µW/cm2) als Summe aller Quellen. (...)


(...) Anlässlich des kürzlichen runden Tisches mit der Regierung, hat die Kampagnen Gruppe Robin des toits ('Robin Hood der Dächer') vorgeschlagen diesen niedrigeren Grenzwert von 0,6 V/m in etlichen Städten zu testen.

238 Städte, Gemeinden und Landkreise [PDF Liste] erklärten sich bereit am Test teilzunehmen. Diese große Teilnahme Bereitschaft unter den lokalen Politikern zeigt ein wachsendes Bewusstsein gegenüber den Gesundheitsgefahren die von der hemmungslosen Aufstellung von Mobilfunkmasten ausgeht.

Die Bürgermeister von Frankreich schicken der Regierung damit ein deutliches Signal, nicht nur über Ihre Verwirrung über die momentane Gesetzeslage, sondern auch über die wachsenden Sorgen der Öffentlichkeit über diese neue Art der Umweltverschmutzung in nächster Nähe.

Das Umweltministerium hat die Liste der Städte veröffentlicht, die vom verantwortlichen Komitee (COMOP) für das Experiment die Belastung mit EMF rund um Mobilfunkmasten zu reduzieren, ausgewählt wurden. Viele Antragssteller werden enttäuscht sein, da nur 16 ausgewählt wurden zum Test der Reduktion der Strahlungsbelastung und 11 für den Test der Beratungsmethoden.


Die offizielle Liste der ausgewählten Orte: Kommuniziert von François Brottes, Präsident COMOP.

Mobilfunkmast Experiment: COMOP hat seine Städte ausgewählt

Der runde Tisch der im Frühjahr 2009 zu Radio Frequenz Strahlung zusammentraf schlug vor die Strahlungsbelastung rund um Mobilfunkanlagen testweise zu senken und neuartige Beratungsmethoden zu erproben. Die Regierung stimmte zu und entschied ein Budget von 1 Million Euro zur Verfügung zu stellen. Ein Arbeitskreis, der Repräsentanten aller beteiligten Gruppen einschließt, wurde am 7. Juli 2009 von der Staatssekretärin für Umwelt, Chantal Jouanno eingesetzt, mit M. François Brottes, dem Stellvertreter von Isère als Präsident.

Nach einer landesweiten Einladung zur Teilnahme, auf die 238 Stadt- und Landräte geantwortet haben, hat der Arbeitskreis in seinem Treffen vom 26.11.2009 folgende Wahl getroffen:

Für das Experiment die Strahlungsbelastung zu senken:

- Pays d'Azay-le-Rideau - Parc naturel régional Loire Anjou Touraine (Maine-et-Loire)
- Brest Métropole Océane (Finistère)
- Cannes (Alpes Maritimes)
- Coufouleux (Tarn)
- Courbevoie - la Défense (Hauts-de-Seine)
- Grand-Champ (Morbihan)
- Grenoble (Isère)
- Kruth (Haut-Rhin)
- La Rochelle (Charente-Maritime)
- Lavelanet (Ariège)
- Paris 14e arrondissement
- Paris 15e arrondissement
- Plaine Commune - Saint Denis (Seine St Denis)
- St-Denis de la Réunion (la Réunion)
- Strasbourg (Bas Rhin)
- Thiers (Puy-de-Dôme)

Für das Experiment von neuartigen Beratungsmethoden

- Amiens (Somme)
- Aubière (Puy-de-Dôme)
- Bayonne (Pyrénées-Atlantiques)
- Boult (Haute-Saône)
- Bourges (Cher)
- Châteaufort en Yvelines (Yvelines)
- La Bresse (Vosges)
- Lille Métropole Communauté urbaine (Nord)
- Orléans (Loiret)
- Pessac (Gironde)
- Tours (Indre-et-Loire)

Pressesprecher: Laëtitia Verdier 01 40 81 15 96 und Aurore Gillmann 01 40 63 58 48

Diese Auswahl wird zur Zeit noch im Hinblick auf technische Machbarkeit untersucht. Einige weitere Gemeinden könnten hinzugefügt werden, um eine repräsentative Auswahl sicherzustellen.
Die Planung beginnt im Januar 2010, erste Ergebnisse werden im zweiten Quartal 2010 zur Verfügung stehen.

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